Großer Speikkofel

Nockberge Wanderung auf den großen Speikkofel

 

  • Schwierigkeit: mittel, keine großen Steigungen, dafür lange Tour
  • Länge: 26 km
  • Dauer: 6-7 h

 

 

Was gibt es an einem hochsommerlichen Tag mitten im August besseres zu tun als sich auf in luftige Höhen zu begeben um den schweisstreibenden Temperaturen jenseits der 30°C zu entfliehen? Man unternimmt eine ausgedehnte Nockberge Wanderung auf den großen Speikkofel.

Unsere Hauswanderung ging wieder einmal zur Hochrindl, welche in etwa 30 Minuten von St.Oswald aus zu erreichen ist. Unser erklärtes Ziel war der große Speikkofel, dessen Gipfel auf etwa 2270m Seehöhe liegt.

Da diese Tour ziemlich lange ist und wir etwas spät dran waren, haben wir uns erlaubt ein bisschen abzukürzen. Gegen eine Gebühr erhält man bei einer der Raststationen auf der Hochrindl eine Fahrgenehmigung für den Forstweg in Richtung Weisses Kreuz. Dadurch kann man sich den Marsch entlang einer Schotterstraße vorbei an Weiden und durch lichte Lärchenwälder sparen. Durch diese Abkürzung haben wir uns etwa 1 Stunde Zeit und 4 Kilometer Wegstrecke erschummelt. Gewandert sollte aber trotzdem noch genug werden, denn die Tour ist lange genug.

 

Sie stellt jedoch keine allzu großen Anforderungen, da die Anstiege großteils gemächlich dahingehen.

Vom Weissen Kreuz geht es zunächst gemütlich über den Lattersteig zur Lattersteighöhe, vo wo aus man schon einen ersten tollen Rundumblick auf die Nockberge und die Steiermark hat. Denn man befindet sich nicht weit von der Grenze zur Steiermark. Die Turracher Höhe, welche zum Teil in Kärnten und zum Teil in der Steiermark liegt, lässt sich ebenfalls von dem ersten der 3 zu besteigenden Gipfel erspähen. Der Weg über die Lattersteighöhe bis zur Bretthöhe ist der einzige Abschnitt, welcher etwas steiler, felsiger und ausgesetzter ist. Er sollte aber dennoch gut für jedermann mit einiger Trittsicherheit zu schaffen sein.

 

 

Die fantastischen Ausblicke belohnen alle Mühen.

An klaren Tage kann man bis in das Klagenfurter Becken und die dahinter liegenden Karawanken blicken. Auch die umliegenden Gebiete wie die Turracher Höhe, Bad Kleinkirchheim, den Falkert und dahinter den markanten Rosennock, unseren höchsten Berg im Biosphärenpark Nockberge kann man von einer ganz neuen Perspektive erleben.

Ab der Bretthöhe geht es schließlich richtig gemächlich auf den sanft-breiten, wiesigen Rücken des großen Speikkofels hinab. Dessen Bergrücken ist so sanft und groß, man könnte hier leicht ein Fußballmatch austragen oder gar mit dem Golfen beginnen. Aber hier heroben hat weder ein Golf- noch ein Fußball etwas zu suchen, sondern nur unsere Füße und die Kühe welche die Alm zu dem machen was sie ist.

 

Der Abstieg über den großen Speikkofel ist ebenso gemächlich.

Er biegt kurz vor dem kleinen Speikkofel am Überstieg des Zauns links in Richtung Hochrindl. Geradeaus weiter käme man über den kleinen Speikkofel bis nach St. Lorenzen. Wir folgen jedoch einfach dem Zaun bis wir an ein paar Hütten angelangen und folgen schließlich dem Forstweg ins Tal. Im Tal angekommen quert man schließlich die Gurk welche hier bereits die Ausmaße eines netten breiten Baches angenommen hat.

 

 

 

Ein letzter Anstieg folgt weiterhin einer Forststraße und endet schließlich am großen Parkplatz der Hochrindl. Wer sein Auto hier geparkt hat kann von Glück reden, denn wir mussten erst noch unser Auto vom Weißen Kreuz abholen.

 

Alles in Allem ist die Tour sehr lohnend und abwechslungsreich.

Als Besonderheit kann hervorgehoben werden, dass es sich hierbei um keine viel begangene Tour handelt, und es vorkommen kann, dass man die gesamte Tour alleine am Weg ist, was durchaus seinen Reiz haben kann. Weiters sollte man beachten, dass es keine Hütten am Weg gibt, weshalb man seine Jause und vor Allem genügend Wasser mitbringen muss. Erst im letzten Drittel der Tour hat man mehrmals die Möglichkeit seine Wasserflasche aufzufüllen. Das Wasser, welches an diesen Bergen entspringt ist ein Teil des Ursprungs der Gurk. Die Gurk ist mit ihren 157km Länge der zweitlängste Fluss Kärntens und entspringt zwei Karseen unterhalb der Lattersteighöhe. Die Seen hat man stets im Blick. Der große Speikkofel verdankt seinen Namen übrigens dem Speik, einer Pflanze welche vorwiegend in den Nockbergen und den niederen Tauern wächst. Sie ist bekannt wegen ihres intensiven Baldriangeruchs, was sie als beliebten Rohstoff für Seifen und Räucherwerk macht. Dessen Ernte ist jedoch streng lizensiert und nur wenigen Bauern der Region erlaubt.

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