Hinteregger´s Bauernkuchl

Mit natürlichen Materialien Ostereier färben

 

Die Osterzeit ist eine schöne Zeit. Der Winter neigt sich dem Ende zu, die Tage werden wieder heller und freundlicher und die Natur wesentlich bunter. Zur typisch kärntnerischen Osterjause gehören natürlich auch bunte Ostereier. Mit Naturmaterialien kann man Eier mit seinen Kindern und der Familie ganz leicht selbst färben.

 

Für gefärbte Ostereier benötigt man zunächst Eier, am Besten biologisch

 

 

Auf unserem Bio Hof sorgen unsere Hennen für den Einachschub. Da wir unterschiedliche Hühnerrassen halten, haben wir bereits von vornherein unterschiedlich gefärbte Eier. Neben den klassisch braune Eiern legen unser Hennen weiße Eier, welche sich am Besten zum Färben von Ostereier eignen, und sogar grüne Eier. Richtig gelesen, einige unserer Hühner legen tatsächlich grüne Eier. Und zwar in einem hübsch dezenten minzgrün. Wer keine eigenen Hühner hat, sollte am Besten Bio Eier kaufen. Diese schmecken besser, die Schale ist dicker und man tut den Hühnern etwas Gutes dabei.

 

Das Kochen der Eier

Unsere Eier haben wir ca. 10 Minuten gekocht. Wenn man eines der Eier vorab opfert, kann man kontrollieren, ob sie schon gar gekocht sind.

 

Während die Eier kochen, kann man sich an die Vorbereitung zum Ostereier färben machen

Generell verzichten wir auf künstliche Farben, welche oft auch durch die Schale färben. Denn es gibt auch viele Pflanzen, welche sich hervorragend zum Färben von Ostereiern eigenen. Die Farben werden zwar nicht so knallig, wie man es aus dem Supermarkt kennt, aber uns gefallen die matten Naturtöne ohnehin viel besser.

 

 

Wir haben uns zunächst in unserer Küche etwas umgesehen und sind prompt beim frischen Rotkraut fündig geworden, der Beilage zu unserem beliebten Wildragout. Wusstet ihr, dass unser Wildfleisch ausschließlich aus unserem heimischen Revier rund um St.Oswald im Biosphärenpark Nockberge stammt?

Für das Färben der Ostereier haben wir uns ein großes Glas (Einmachglas) geschnappt. Dieses haben wir mit frischem Rotkraut befüllt und 2 Esslöffel Essig hinzu gegeben. Durch den Essig nehmen die Eierschalen die Farbe besser auf. Das Glas wird anschließend mit heißem Wasser aufgefüllt und fertig ist der Farbtopf.

 

Violett – Rotkraut, Rosa – Rote Rüben, Gelb – Zwiebelschalen oder Kurkuma

Da wir verschiedene Farben haben wollten, haben wir uns weitere Behälter geschnappt. Diese wurden ebenso mit jeweils mit 2 Esslöffel Essig angereichert. Anschließend wurden Zwiebelschalen, roten Rüben (Rote Bete) und Kurkuma dazu gegeben, heißes Wasser drüber und die Farbtöpfe sind bereit.

 

Die Auswahl der Eier

Hier kann man etwas experimentieren. Braune Eier sind am schwierigsten zu Färben. Daher sollte man diese in den Farbtopf mit der intensivsten Farbe geben. In unserem Fall war es das Rotkraut. Es hat unseren hellbraunen Eiern zu einem kräftigen dunklen Rotbraun verholfen.

Weiße Eier funktionieren mit allen Farben. Unsere von vornherein schon grüne Eier haben wir erst gar nicht gefärbt, sondern nur gekocht.

Es gibt natürlich noch weitere natürliche Farbstoffe wie beispielsweise Blattspinat, verschiedenes Gemüse oder Tees (Hagebutte, Schwarztee..). Hier kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und einfach ein bisschen experimentieren.

Generell sollten die Eier etwa 30 Minuten im Sud verweilen. Längeres Verweilen im Farbsud führt zu einer intensiveren Farbe.

 

Der Kreativität freien Lauf lassen

Um den selbst gefärbten Ostereiern noch einen Touch mehr Individualität zu verpassen, gibt es ein paar kleine Tricks, welche wir euch noch kurz verraten wollen.

  • Gummibänder um die Eier erzeugen kreisrunde Verzierungen.
  • Eine weitere beliebte Methode besteht darin, die Eier in einer alten Strumpfhose, gemeinsam mit Pflanzenteilen einzuschnüren. Hierbei werden die Pflanzenabdrücke auf den Eierschalen verewigt.

 

Der Feinschliff kommt zum Schluss

Nachdem wir die bunten Eier aus dem Sud entnommen haben, ließen wir sie an der Luft trocknen. Um den Ostereiern einen tollen Glanz zu verpassen, haben wir die Schalen schließlich mit einer Speckschwarte eingerieben.